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Reisebericht

Wir haben unseren Katamaran einem Griechen abgekauft, wo es auf der Insel Salamis vis à vis von Athen stand. Anfang Mai fuhren wir mit einem Transit, gefüllt mit unserem Schiffshausrat, runter nach Griechenland und haben den Kat so gemütlich wie möglich  eingerichtet. Im Juni sind wir dann das erste Mal mit unserer Casa Bianca in See gestochen. Ein "Greenhorn" mit theoretischer Binnensee-Segelprüfung und zwei, drei Stunden praktischem Segelknowhow im Sack und einem Kapitän, der sein Glück ein zweites Mal mit einem Schiff auf dem Mittelmeer versucht. Langfristiges Ziel ist eine Weltumsegelung.

Die ersten sechs Wochen in den griechischen Gewässern mit viel Meltemi waren eine echte Herausforderung für Schiff und Mannschaft. Es gab immer wieder Probleme mit den Motoren und die Fock riss dreimal. Wir haben dadurch nur Naxos, Paros, Ios, Mykonos, Syros und Samos besucht. Auch unsere ersten mutigen Gäste haben nebst Mykonos nur Syros gesehen. Kaum waren sie abgereist, haben wir unsere Reise Richtung Spanien angetreten. Griechenland im Sommer macht nur Spass mit guten Segelkenntnissen. Wir verlassen die Kykladen und fuhren hoch durch den Kanal und danach durch den Golf von Korinth bis nach Patras, an der griechischen Westküste entlang, an Lefkada und Korfu vorbei bis zum Stiefelabsatz Italiens. Da  überquerten wir den Golf von Tarent bis nach Crotone, folgten der Küste bis zur Strasse von Messina, die zwischen Sizilien und Süditalien liegt. Danach fuhren wir weiter zu den Liparischen Inseln. Zuerst nach Vulcano, wo es mit seinen Dämpfen nach faulen Eiern roch. Viele schwören hier auf das Baden in diesen heissen Quellen. Wir verlassen jedoch am zweiten Morgen, wegen den Gerüchen, noch vor dem Frühstück fluchtartig das Revier und fuhren nach Panarea. Danach nach Stromboli, die sehr eindrücklich mit seinem noch aktiven Vulkan und seinen schwarzen Stränden war. Nur dürfen hier leider keine Schiffe an den schönen, schwarzen Stränden ankern. Sondern nur beim Hauptort, inmitten von hunderten von anderen Booten an einem "normalo-Strand". Also blieben wir auch hier nicht lange und haben uns am nächsten Abend, um Mitternacht, vor der Überquerung ans Festland, noch die alle 10minuten speienden spektakulären Vulkanausbrüche angeschaut. An der Amalfiküste wimmelte es nur so von Motorbooten. Feragosta lässt grüssen. In Sorrentfanden wir leider kein Ankerplatz, dafür aber vor Positano. Am nächsten Morgen überquerten wir nach Capri, machten da eine "Tourirundfahrt" und fuhren weiter bis Ischia, wo wir direkt vor Ort gut ankern konnten. Kurt bekam einen neuen Haarschnitt und wir fanden ein nettes Restaurant mit jungen, spielenden Katzen. Da wir im Internetcafe einen Ausweis zeigen mussten, hat und uns davon abgehalten, den Wetterbericht anzuschauen und so ging's am nächsten Tag weiter nach Ponza. Und von da ahnungslos weiter nach Sardinien. Aber oh weh, es kam Mistral auf und wir motorten 35 Stunden gegen den Wind, bis wir völlig erledigt Nachts um 3.00 Uhr im Golfo Aranci vor Olbia an der Ostküste Sardiniens, den Anker warfen. Die Costa Smeralda, die Insel la Madalena und die Insel Lavezzi, wo wir drei Tage blieben, waren sehr eindrücklich. In Korsika besuchten wir Boinfacio und erkundeten die Westküste, die wir dann eine Woche später nochmals mit Isa, Roger, Inger und Thomas besegelten. Diese Küste ist rauh und eindrücklich mit ihren bizarren Felsformationen. Von Calvi aus überquerten wir bis zur Insel Porquerolles vor der Küste Frankreichs. Wir geniessen Ende August noch die letzten Sommertage, denn bereits ein paar Tage später wird das Wetter zunehmend schlechter. Wir düsen noch bei sehr gutem Wind über den Golf de Lion, müssen wegen Regen zwei Tage in einem kleinen Nest im Bouche du Rhone warten und kommen im September zu unserem Ziel nach Rosas an der spanischen Grenze. Hier können wir unseren Katamaran den Winter über stehen lassen und im Frühling unsere riesige Liste an Renovationen und Um- An- und Einbauten umsetzen. Hier hat es auch eine Werft, wo wir das ganze Unterwasser neu machen lassen können.

 

 

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